Selbstfahrer: Mit dem Auto in die Ukraine

Gut ausgebaut: Autobahn bei Kiew

Gut ausgebaut: Autobahn bei Kiew

In die Ukraine können Schweizer- und EU-Bürger bis zu 90 Tagen visafrei einreisen, was gern für Auto- und Motorradtouren genutzt wird. Brandaktuell steht die Fußball-Europameisterschaft an. Das Land lohnt sich auch sonst zu bereisen, hinsichtlich des Services in Autowerkstätten und an Tankstellen sind jedoch Abstriche an mitteleuropäische Standards zu machen. Daher wird empfohlen, wichtige Ersatzteile und Autopflegemittel mitzuführen.

Fahrtstrecke und Einreise

Die durch Routenplaner berechneten kürzesten Strecken sind nicht unbedingt die optimalsten. Von Deutschland aus ist die Route über das polnische Krakau am besten zu befahren. Die Straßenverhältnisse sind in etwa vergleichbar mit denen in vielen ostdeutschen Gegenden in den 1990er Jahren, es wird also nicht allzu schnell gefahren. Österreicher fahren am besten über Linz – Wien – Nickelsdorf – Budapest – Chop. Hier existiert eine relativ gut ausgebaute Autobahnstrecke. Auch die Strecke Lemberg – Kiew wird als gut beschrieben. In den Süden gelangt man am besten über die Autobahn Kiew – Odessa, hier sind auch Nachtfahrten problemlos möglich. Nebenstrecken sollten hingegen nachts gemieden werden, und zwar hauptsächlich wegen nicht erkennbarer Schlaglöcher.

Der ukrainische Zoll kontrolliert nach jüngsten Reiseberichten des Jahres 2011 zwar sehr gewissenhaft, aber durchaus fair. Für die Einreise ist ein gültiger Pass erforderlich, der Personalausweis genügt nicht. Auch Kinder benötigen einen Kinderreisepass. Der Pass muss bei der Einreise eine Gültigkeit von noch mindestens 120 Tagen haben. Auch muss einer der Autoinsassen der Halter des Fahrzeuges sein oder es muss eine Haltervollmacht vorliegen. Der Haftpflichtversicherungsnachweis für das Fahrzeug (grüne Karte) wird verlangt, außerdem schreiben die ukrainischen Behörden eine Auslandskrankenversicherung vor, danach wird gegebenenfalls bei der Einreise gefragt. Sollten Sie sich länger als zwei Monate im Land aufhalten, benötigen Sie gegebenenfalls ein spezielles Kennzeichen, nähere Auskünfte erteilen die Landesbehörden und die ukrainische Botschaft.Welche Autopflegemittel und sonstigen Teile sind erforderlich?

Das Warndreieck und der Erste-Hilfe-Koffer sind Pflicht, zudem wird ein Feuerlöscher mit 1 Liter Inhalt empfohlen. Sollten Autopflegemittel nicht verbraucht und in größeren Mengen mitgeführt werden, benötigt der Fahrer eine Rechnung und eine plausible Erklärung, beispielsweise dass es sich um Geschenke für Freunde/Verwandte handelt. Denn insbesondere deutsche Markenprodukte wie die Pflegemitel von K2-Germany.de sind in der Ukraine kaum zu bekommen. Bei der Einfuhr in die Ukraine liegt die zollfreie Wertgrenze bei rund 120 Euro. Es wird darüber hinaus für längere Fahrten empfohlen, diejenigen Autopflegemittel mitzuführen, die für Insektenentfernung, Geruchseliminierung aus dem Innenraum, Grobwäsche und Entfernen von Bremsstaub nötig sind. Auch Lackschutz/Wachs ist als Autopflegemittel hilfreich.

Wissenswertes

Die Ukraine verfügt nach Russland über das flächenmäßig zweitgrößte Staatsgebiet in Europa. Seit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 ist die Ukraine unabhängig.


Die Hauptstadt der Ukraine ist Kiew. Die Ukraine hat rund 46 Millionen Einwohner. 46% der Einwohner gehören der Ukrainisch-orthodoxen Kirche an.

Willkommen in der Ukraine